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Mit dem Hobbit durch die Nacht

FERIENPROGRAMM Bücherei Sprendlingen bietet Wanderung mit Schauspieler Rainer Rudloff an
(Heike Walther).

Im Rahmen des Sprendlinger Sommerferienprogrammes bot die Gemeinde- und Schulbücherei Sprendlingen ein ganz besonderes Erlebnis für den Start in die schulfreie Zeit: eine Nachtwanderung mit dem als „Herrn der Stimmen“ bekannten Schauspieler Rainer Rudloff.

Nach einer kurzen, durch ein Lied in elbischer Sprache stimmungsvollen Einführung in die Geschichte „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, ging die Reise - wie im Buch - los.
Im Steinkreis beim Kräutergarten der Landfrauen auf der Via Vinea entführte Rudloff die Kinder und auch einige interessierte Eltern nun zum ersten Mal ins Buch und ließ sie die Bekanntschaft mit drei nicht besonderes intelligenten, dabei jedoch nicht weniger gefährlichen Trollen machen.
Und ohne den Zauberer Gandalf hätte das Abenteuer für den Hobbit Bilbo Beutlin und die Zwerge an dieser Stelle bereits ruhmlos geendet. Gandalf jedoch beschäftigte die Trolle, bis unbemerkt die Sonne aufging, und so wurden sie wieder zu dem Stein, aus dem sie gemacht waren. Das war den Findlingen im Steinkreis wahrscheinlich auch einmal passiert.

Brabbelnde Gestalt
Mitten im dichtesten Gebüsch hatte dann Gollum, ein unglückliches, heimtückisches Wesen, das durch den langen Besitz des dunklen Zauberringes eine gefährliche Persönlich-keit bekommen hatte, seinen Auftritt.

Wanderung in die Nacht mit dem
"Hobbit"
von
J.R.R. Tolkien

am 5. Juli 2012
auf den Wißberg, Gemeinde Sprendlingen (Rheinhessen)

martin daske
Rainer Rudloff liest im Bergwerk
Schacht Lerche, Bergwerk Ost, Hamm/Westfalen
Rainer Rudloff liest im Bergwerk

Special Events

Die faszinierten Zuschauer erlebten eine zischende, brabbelnde, sich seltsam bewegende Gestalt, auf die der Hobbit in den Höhlengängen unter dem Nebelgebirge traf und die ihn töten und fressen wollte. Doch da Bilbo kurz vor dem Zusammentreffen den von Gollum verlorenen Ring - seinen „Schatz“ - gefunden hatte, konnte er zu guter Letzt unsichtbar entkommen und ließ einen vor Verzweiflung wild schreienden Gollum zurück.

Als Ausgleich hierzu hatte sich das Büchereiteam am Rundidum nach einem Picknick für die Kinder einige thematisch zum Ring passende Spiele ausgedacht.
So konnte jeder Teilnehmer sich seinen eigenen von Gollum vorher verlorenen Ring im Gras suchen und behalten. Die kleinen, goldenen Ringe hatten sich gut getarnt, und nicht alle wurden wiedergefunden.
So wird man sich noch in ein paar Jahren erzählen, dass man am Rundidum Schätze finden kann.

Kampf mit Riesenspinnen
Die letzte Szene aus dem Hobbit-Werk war der Kampf Bilbos mit Riesenspinnen im Düsterwald.
Diese hatten die Zwerge gefangen und bereits eingesponnen und zwickten sie, um zu sehen, ob sie noch lebten. Rudloff ließ die Spinnen lebendig werden, den Hobbit die Spinnen ärgern, um sie von den Zwergen wegzulocken, man konnte die taumelnden Zwerge erkennen, die vom Spinnengift betäubt waren und sah die dicken, klebrigen Spinnentaue.

Als Dank erntete er von den Kindern dann einen lang anhaltenden und begeisterten Abschluss-Applaus.

Obwohl die Gruppe ausgelassener Stimmung war, war während der von Rainer Rudloff mit viel mimischer und gestischer Untermalung gelesenen Szenen kein Laut zu hören. Alles lauschte gespannt wie es weiterging. Einige Kinder wichen „ihrem“ Schauspieler nicht mehr von der Seite und wollten ganz viele Dinge rund um Hobbits, den Zyklus „Herr der Ringe“ aber auch von Herrn Rudloff selbst wissen.

Zum Abschluss beim Lagerfeuer stimmte dieser noch das letzte Lied des Hobbits im Buch an, ein leises Lied und auch hier war es mucksmäuschenstill.

Im Fackelschein ging es für die zufriedenen Teilnehmer dann zurück zum Kinder- und Jugendcafé.

„Gollum kann man nur richtig spielen, wenn man die Verzweiflung wirklich nachvollziehen kann“, erklärte Rudloff den beeindruckten Kindern.

Schacht Lerche, Bergwerk Ost, Hamm/Westfalen
Rainer Rudloff liest im Bergwerk